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Gebote und Bräuche des 17. Tammus

Gebote und Bräuche des 17. Tammus

Der Tag an dem die Mauern Jerusalems eingebrochen wurden

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Das Fasten des 17. Tammus (Schiwa'Assar beTammus), ist der Beginn der dreiwöchigen Trauerperiode zum Gedenken an die Zerstörung Jerusalems und der beiden Heiligen Tempel.

Dieser Fasttag ist fünf in diesem Zeitraum geschehenen tragischen Ereignissen gewidmet:

  1. Moses zerbrach die Gebotstafeln, als er die Anbetung des Goldenen Kalbs durch die Israeliten sah.
  2. Die tägliche Opferdarbringung mussten die Juden während der babylonischen Belagerung Jerusalems gezwungenermaßen wegen des Viehmangels einstellen.
  3. Apustmus verbrannte die Heilige Tora, wobei sich jedoch die Historiker nicht über Zeit und Ort des Lebens von Apustmus einig sind: So kann er sowohl während der römischen Belagerung General gewesen sein, als auch in der Zeit der griechischen Belagerung fungiert haben.
  4. Der Heiligen Tempel wurde durch ein Götzenbild geschändet. Auch hier herrscht Historikerstreit, ob das auf Apostmus’s Konto oder auf das von Menasche, der damals als König über Judea regierte, geht.
  5. Die Stadtmauern Jerusalems wurden von den Römern im Jahre 69 des bürgerlichen Kalenders nach langanhaltender Belagerung durchbrochen. Drei Wochen später, am 9. Aw, zerstörten die Römer trotz erbitterter Kämpfe der überlebenden Juden den zweiten Tempel.
    Der Jeruschalmische Talmud nennt dieses Datum auch als das der Zerstörung des Ersten Tempels durch die Babylonier.

Wie setzen wir nun unser Entsetzen über jene Ereignisse an diesem Tag in die Tat um?

  • Gesunde Erwachsene (ab Bat/Bar Mizwa) enthalten sich des Essens und Trinkens vom Morgengrauen bis zum Ausgang der Sterne. Für die genauen Zeiten Ihres Wohnortes, klicken Sie bitte hier.
  • Schwangere und stillende Frauen sind vom Fasten ausgenommen. Wer sich nicht gut fühlt oder krank ist, sollte sich mit seinem Rabbiner beraten. Kinder und die vom Fasten befreiten Erwachsenen sollten trotzdem nur das Notwendigste essen und sich von Süßigkeiten fernhalten.
  • Auf einer tiefer greifenden Ebene ist der Fasttag ein glückverheißender TagEs ist erlaubt, vor Fasten-Beginn zum Essen aufzustehen, vorausgesetzt, dass es bereits vor dem Schlafengehen geplant war.
  • Während des Morgengebetes sagen wir Bußgebete (Slichot), die in den meisten Gebetsbüchern enthalten sind. Anschließend an das Morgen- und Nachmittagsgebet sagen wir das "lange Awinu Malkejnu".
  • Während des Morgen- und Nachmittaggebetes lesen wir in der Tora. Die Lesung steht für beide Termine in Exodus 31:11–14 und 34:1–10, das die Nachwirkungen des Vorfalles mit dem Goldenen Kalb behandelt, wie sich z.B. Moses erfolgreich für die Israeliten einsetzte und Vergebung für ihre Missetat erreichte. Anschließend an die Tora-Lesung am Nachmittag, wird eine spezielle Fasttag-Haftara gelesen: Isaia 55:6–56:8.
  • Während des Amida-Gebets am Nachmittag, fügen alle Fastenden einen kleinen Zusatz, das Anejnu-Gebet, zum Schma-Kolejnu-Segen hinzu.
  • Wenn der 17. Tammus auf einen Schabbat fällt, wird er auf den Sonntag verschoben.

Das Sich-Enthalten von Essen und Trinken ist das äußerliche Merkmal des Fasttages. Auf einer tiefer greifenden Ebene ist der Fasttag ein glückverheißender Tag, - ein Tag, an dem G-tt zugänglich ist und nur darauf wartet, dass wir zu Ihm zurückkehren.

Unsere Weisen erklären: Jede Generation, die den Tempel nicht wieder erbaut, wird betrachtet, als ob der Tempel zu ihrer Zeit zerstört worden wäre. So ist der Fasttag nicht nur ein trauriger, sondern auch ein günstiger Tag: Es ist ein Tag, an dem wir alle ermächtigt sind, die Ursachen der Zerstörung wieder herzurichten, um unserer langen Verbannung ein Ende zu setzen und das Messianische Zeitalter zu beginnen. Möge das bald geschehen!

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