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Zaddik - Der Baal Tschuwa

Zaddik - Der Baal Tschuwa

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Ein in Kalifornien lebender Mann kam eines Tages, wegen einer Jechidus, zum Lubawitscher Rebbe. Er war von einem unheilbaren Fall von Schuppenflechte betroffen und kam nun um den Rebbe um Hilfe zu bitten. Er sagte dem Rebbe, „Ich habe Großes über Sie gehört. Ich habe gehört, dass Sie Wunder vollbringen und ich kam, um Sie zu fragen, ob Sie für mich ein Wunder vollbringen können. Über mich, ich habe den Holocaust überlebt. Ich bete nicht zu G’tt und ich glaube nicht an G’tt. Aber ich glaube an Zaddikim. Mein Vater war ein Bobower Chassid und ging für Segnungen immer zum Rebbe. So habe ich immer an die Kraft von Zaddikim geglaubt.“

Der Rebbe entgegnete, dass ein Zaddik selbst keine Kraft besitzt. Ein Zaddik ist lediglich eine Erweiterung von G’tt in dieser Welt, um Menschen zu helfen, indem er die Kräfte G’ttes erschließt. „Wenn du nicht an G’tt glaubst, so kannst du auch nicht an mich glauben.“

Der Mann erhob seine Hand, „Eh! Ich glaube immer noch an Zaddikim.“ So sagte ihm der Rebbe, dass er sein Hemd und Unterhemd ausziehen und aufstehen sollte. Der Rebbe erhob sich von seinem Stuhl. Er nahm seine zwei Hände und legte sie auf den rechten Arm des Mannes und schob sie von oben bis unten, auf welchem die Schuppenflechte verschwand. Der Rebbe wiederholte die Tat mit dem linken Arm des Mannes, woraufhin sich selbiges erneut ereignete. Dann nahm der Rebbe seine zwei Hände und legte sie auf den Brustkasten und den Rücken des Mannes. Die Schuppenflechte verschwand. Der Rebbe sagte seinem Besucher, dass er normalerweise keine offenen Wunder vollbringen würde.

Allgemeinen würde himmlische Hilfe in einer eher verborgenen Art erscheinen. Aber es gibt immer Ausnahmen von der Regel. Er hoffte, dass der Mann von diesem Tag an wieder an G’tt glauben und ein Leben führen würde, welches von Tora und Mitzwot erfüllt sein wird.1

Design

Zaddik ist der achtzehnte Buchstabe des Aleph-Beis. Die Form eines Zaddik ist ein Jud an der Spitze eines Nuns.2 Eine Interpretation des Nun ist es, dass es die physische Welt ist, welche die Quelle absoluter Wahrheit und Freude ist. Aber das Jud, oder der g’ttliche Intellekt, ist mit dem Nun verbunden worden, um uns zu lehren, dass die materielle Welt vergänglich ist und nicht die Quelle von unendlicher Güte und Freude. Darum muss es etwas geben, was noch wahrer und g’ttlicher ist, auf was wir uns fokussieren. Dies verstärkt die Intention und ist das Wesen des Zaddik.

Der Sohar führt noch einmal an, dass, als G’tt die Welt erschaffen wollte, jeder Buchstabe des Aleph-Beis vor ihn trat und sagte, “G’tt, erschaffe die Welt mit mir.” Das Tav kam zuerst, und dann das Schin, und so weiter. Dann erschien das Zaddik vor G’tt und sagte, „G’tt erschaffe die Welt mit mir, ich bin das Zaddik, das Rechtschaffene.“ Da antwortete G’tt, „Ja, aber weil du gerecht bist, musst du verborgen sein. Darum kann ich die Welt nicht mit dir erschaffen.“

Chassidus fragt, warum dies so ist. Wenn das Zaddik rechtschaffen ist, warum wollte G’tt es dann nicht nutzen die Welt zu erschaffen? Jedes Geschöpf in der Welt würde dann aufrecht und rein sein. Anstatt in einer Welt der Unmoral, des Diebstahls und der Täuschung zu leben, würden wir in einer Welt leben, die sicher, friedlich und g’ttlich ist. Was wäre falsch daran gewesen?

Die Antwort ist, dass es zu leicht wäre. G’ttes Absicht ist es, dass wir in eine unvollständige Welt geboren werden und danach streben sollen, diese zu vervollkommnen. Mit der G’ttlichkeit, die vom Yud fließt, können wir unsere Fähigkeit, das Nun zu überwinden, die Freuden der körperlichen Welt, stärken. Darum musste das Zaddik in der Schöpfung verborgen werden, so dass man selbst nach Rechtschaffenheit strebt.

Gematria

Der numerische Wert des Buchstaben Zaddik ist neunzig. In Pirkei Awot heißt es:3 „Wenn man das Alter von neunzig erreicht, so ist man nach vorn gebeugt (Laschuach).“ Auf einer physischen Ebene bedeutet dies, dass ein Mann mit neunzig gebrechlich und durch Schwäche gezeichnet ist. Auf einer spirituellen Ebene steht dies für das Konzept der Demut. Wenn jemand neunzig wird, ist er so spirituell und demütig geworden, dass er sich vor G’tt verbeugt. Er ist nicht länger ein unabhängiger Charakter, sondern eine Erweiterung von G’tt selbst.

Mit dem Alter von neunzig hat man eine höhere Ebene des Gebetes erreicht. Er besitzt die Fähigkeit beim Gebet eine direkte Verbindung zu G’tt zu fühlen. Zudem wird im Midrasch Schemuel erklärt,4 dass das Wort Laschuach „fortwährend zu beten“ bedeutet. Diese Verbindung ist die Grundlage eines Zaddik. Ein Zaddik lebt nicht für seinen Vorteil, sondern als „Ausläufer“ von G’tt. Wir gehen zu Zaddikim, damit diese in unserem Namen beten, weil wir wissen, dass die Gebete der Zaddikim beantwortet werden.5

Bedeutung

Der Name Zaddik bedeutet „Gerechter“, ein Führer und Lehrer einer Generation. Wir wissen ebenfalls, dass viele Tzaddikim Rebbe genannt werden. Diese Tradition begann mit Moses, dem ersten Rebbe des jüdischen Volkes. Ein anderer berühmter Zaddik, der als „Rebbe“ bekannt wurde, ist Rabbi Jehuda HaNassi. Es gibt einen Rebbe in jeder Generation, ein Zaddik, der der spirituelle Führer in seiner Zeit ist.

Was ist das Konzept eines Rebbe? „Rebbe“ ist ein Akronym für Rosch B’nei Yisrael, „der Kopf des jüdischen Volkes.“6 Was ist ein Kopf? Der Kopf eines Körpers ist das Zentrum der Kontrolle. Er gibt dem Rest des Körpers Leben, Nahrung und Richtung. Er fühlt aber auch die Schmerzen, Verlangen und Bedürfnisse der Teile des Körpers.

Ein Rebbe ist somit wörtlich und im übertragenen Sinne der Kopf der jüdischen Gemeinde. Wenn ein Mensch eine Sorge hat und nicht weiß, was er oder sie tun sollte … Zum Beispiel: sollte ich Israel besuchen oder nicht, ein Haus kaufen, oder einen bestimmten Mann oder eine Frau heiraten. Dieser Mensch geht zum Rebbe. Wie der Kopf die Augen beherbergt, so ist der Rebbe die Augen der Gemeinde. Er hat die Fähigkeit Dinge zu sehen, welche die einsame, fragende Person nicht erkennen kann.7

Die Fähigkeit eines Rebbe, zu Gunsten des jüdischen Volkes zu intervenieren, basiert nicht auf Magie. Es ist eine natürliche Folge seiner Rechtschaffenheit. Wie es für den Kopf vollkommen normal ist die Bedürfnisse des ganzen Körpers zu spüren und zu beantworten, so ist es normal für den Rebbe die Bedürfnisse seines Volkes zu fühlen und zu beantworten.

Welche Quellen stützen die Prämisse, dass ein Jude näher zu G’tt kommen kann , indem er mit einem Rebbe kommuniziert? Darüber hinaus, missbilligt nicht das Judentum „Mittler“ zwischen dem Menschen und G’tt? Die Antwort liegt in der Mitzwa U’Ledavka Bo.8 Der Rambam, basierend auf den Worten des Talmud, fragt,9 „wie ist es möglich, dass man sich G’tt nähern kann? G’t ist Feuer und wir sind physisch. Jemand der ihn berührt wird verbrennen.“ Die Weisen antworten, „’sich ihm zu nähern’, bedeutet, dass wir uns weisen Männern und ihren Anhängern nähern sollen“, d.h. Zaddikim. Wir erreichen diese Nähe durch die Verbindung mit einem Zaddik, der eins mit G’tt ist. Weitergehend basiert der Glaube an Zaddikim auf einem Vers in Schmot, den wir jeden Tag in unserem Morgengebet sagen:10 „[Die Juden] glaubten an G’tt und an Moses, Seinen Diener.“11 Die Mechilta fragt,12 “Warum ist es wichtig, dass das jüdische Volk an Moses, Seinen Diener, glaubte? Wie können wir unseren Glauben an Moses mit unserem Glauben an G’tt gleichsetzen?” Die Antwort ist, ohne den Glauben an Moses, oder den Moses in jeder Generation, kann es keinen Glaube an G’tt geben.

G’tt bringt Zaddikim in diese Welt, damit sie die Tatsache bestätigen, dass G’tt existiert.13 Auf Grund unserer Verbindung zu diesen gerechten Menschen und unseren Glauben an sie, werden wir mit einer Verbindung ausgestattet um uns mit G’tt zu verbinden.

Der Buchstabe Zaddik hat zwei Formen. Es gibt das gebeugte Zaddik, welches am Anfang oder in der Mitte eines Wortes erscheint. Dann gibt es das aufrechte Zaddik [Zaddik Sofit], welches am Ende des Wortes erscheint. Welche Bedeutung haben die unterschiedlichen Formen? Das aufrechte Zaddik steht für den Baal Teschuwa, jemand der daran gearbeitet hat seine Verbindung zu G’tt zu verbessern und zu seinem eigentlichen, heiligen Wesen zurückgekehrt ist. Das gebeugte Zaddik ist der geborene Gerechte, der aber noch nicht das Level des Baal Teschuwa erreicht hat. Wie es heißt, auch ein vollkommener Zaddik kann nicht an der Stelle eines Baal Teschuwa stehen.14 Ein Baal Teschuwa steht höher.

Was bedeutet dies? Wie ist es möglich, dass ein Baal Teschuwa – jemand, der in seinem Leben viele Verfehlungen begangen hat, und sich dann für eine Veränderung entschieden hat – höher steht als ein Zaddik? Hierfür gibt es zwei Gründe. Der erste ist, dass jemand, der diese Wege gegangen ist, Cheeseburger und Hummer geschmeckt und genossen hat. Nun muss er sich von ihnen losreißen. Dies ist einem Raucher nicht unähnlich, der eine lange Zeit geraucht hat und sich dann entschließt nicht mehr zu rauchen. Sicherlich könnte es auch bei denjenigen eine gewisse Versuchung geben eine Zigarette zu rauchen, die nie zuvor geraucht haben. Aber es ist für diejenigen, die nie geraucht haben, wesentlich leichter mit dieser Versuchung umzugehen. Jemand der sein physisches Vergnügen bereits erfahren hat, kann möglicherweise süchtig geworden sein. Es ist sehr schwierig diesen Aspekt in unserem Leben zu überwinden, und es bedarf hierzu erheblicher Anstrengungen und Konstanz. Folglich bildet der Baal Teschuwa, der in ein nichtreligiöses Heim geboren wurde, der niemals etwas über Judentum gelernt hatte und der allein in der sekulären Welt zu Hause war, eine höhere Beziehung zu G’tt, wenn er sich entscheidet sein Leben zu ändern. G’tt sagt, „Du, Mein liebes Kind, stehst höher, als ein Zaddik.“

Der zweite Grund, warum ein Baal Teschuwa höher steht als ein Zaddik, ist, dass sein Fehlverhalten in Mitzwot umgewandelt wird. Wenn er auf seine Sünden von einst verzichtet, so werden sie ihm als positive Gebote angerechnet.15

Wie ist dies möglich? Die Antwort auf die Frage erfordert eine Diskussion der Methode, durch die neutrale und unreine Dinge spirituell erhoben werden können. Es gibt zwei Bereiche in der physischen Welt: das Gebiet des Neutralen und das Gebiet des Unreinen. Der Bereich des Neutralen enthält Dinge, die zur Heiligkeit erhoben werden können, wie koscheres Essen, Schabbat-Kerzen, und einen Esrog für den Lulaw. Die Dinge, die vollkommen unrein sind (z.B. Schwein, verbotene Beziehungen) können nicht erhoben werden und sind darum verboten.

Nehmen wir für die neutrale Ebene ein praktisches Beispiel, zum Beispiel einen Apfel oder ein koscheres Stück Hühnchen, bei dem wir vor dem Essen eine Bracha sagen. Was ist mein eigentliches Ziel beim Essen? Nicht meine egoistischen und persönlichen Bedürfnisse zu erfüllen oder zu befriedigen, sondern die Stärke zu erwerben, um G’tt zu dienen. Das Sprechen eines Segensspruches vor dem Essen ermöglicht dem Menschen das Essen zu erheben. Somit wird der neutrale Bereich des Essens auf die Ebene der Spiritualität erhoben.

Demgegenüber steht, ich esse allein weil ich sehr hungrig bin. Ich möchte nur meinen Magen füllen, und G’tt ist das letzte, woran ich denke. Bei diesem Beispiel nehme ich den neutralen Bereich und ziehe ihn somit auf die drei Ebenen der Unreinheit hinunter. Dieses Areal der Unreinheit bedeutet nicht nur das, was verboten ist – Schwein, Garnelen, nichtkoscheres Fleisch und so weiter – sondern auch das was neutral ist und durch falsche Handlungen oder Absichten herabgesetzt wurde.

Wie erhebe ich aber dasjenige, welche seiner Natur nach unrein ist – welches unter normalen Umständen nicht erhoben werden kann? Indem man ihm widersteht. Zum Beispiel, du gehst die Straße entlang und siehst einen Würstchenverkäufer. Du hast Appetit auf ein heißes Würstchen, auch wenn es nicht koscher ist. In dem Moment sagst du, „Nein, ich werde es nicht essen“, und du hast eine Mitzwa erfüllt. Du erhältst den Lohn für die Mitzwa, indem du nichts isst, indem du dein Verlangen zügelst. Dies ist die Bedeutung der Erfüllung eines negativen Gebotes. Dennoch, obwohl der Verdienst für das Erfüllen einer negativen (passiven) Mitzwa ähnlich dem Vollbringen einer positiven (aktiven) Mitzwa ist, so ist er doch nicht gleich.16

Um nun zur Ausgangsfrage zurückzukehren, nehmen wir an, jemand hat ein negatives Gebot übertreten (z.B. etwas Verbotenes getan oder gegessen). Wie wandelt man nun die Strafen, die die Folge der Verletzung des negativen Gebotes sind, in Verdienste um, welche bei der Erfüllung einer positiven Mitzwa entstehen? Dies wird erreicht, durch den Entschluss Teschuwa zu tun. Du sagst, „G’tt, ich entschuldige mich dafür, was ich in der Vergangenheit getan habe. Ich möchte zu Dir zurückkehren. Ich werde keine weiteren Verfehlungen begehen.“ Ab diesem Zeitpunkt werden alle Verfehlungen der Vergangenheit zu [erfüllten] positiven Geboten.17

Vielleicht kann jemand dadurch, dass er dieses weiß, sagen, „Großartig. Nun kann ich zum Würstchenverkäufer gehen, ein paar Wiener essen und es ungeschehen machen, indem ich später Teschuwa tue.“ Unglücklicherweise funktioniert es aber so nicht. Jedem der sagt, „ich werde absichtlich sündigen und später zu G’tt zurückkehren“, wird nicht die Möglichkeit gegeben zurückzukehren.18 Ein Mensch kann nicht in den Teschuwa-Prozess eintreten, wenn dies auf einer trügerischen Absicht beruhte. Das Wesen der Umkehr des Baal Teschuwa ist das reine Verlangen früheres Fehlverhalten zu korrigieren und zu seiner eigentlichen Verbindung zu G’tt zurückzukehren. Kann derjenige, der mit dem Grundgedanken gesündigt hat, später wieder umzukehren, tatsächlich umkehren? Wenn er hartnäckig ist, ja. Nichts kann der Teschuwa im Wege stehen, selbst die größten Verfehlungen in der Tora nicht. Ein Mensch kann immer umkehren. Aber im Allgemeinen gilt, wenn jemand sündigt um dies später wieder auszulöschen und umzukehren, so wird ihm dazu keine Möglichkeit gegeben.

Es steht im Sohar,19 dass wenn der Moschiach in die Welt kommen wird, er alle Zaddikim dazu veranlassen wird Teschuwa zu tun. Dies bedeutet, dass der Maschiach auch ein höheres Bewusstsein zu dem Menschen bringt, der G’tt in seinem Leben perfekt gedient hat. Dies ist das gebeugte Zaddik. Dieser Zaddik wird mit einem noch größeren Verlangen und einer noch größeren Dringlichkeit gesegnet sein Mitzwot zu erfüllen, als er sie zuvor bereits besaß. Er wird die Fähigkeit besitzen über sein Wesen hinauszugehen und mehr zu tun, als er gestern getan hat. Folglich wird das gebeugte Zaddik ebenfalls die Qualitäten des Baal Teschuwa, des aufrechten Zaddik, erlangen.

Wenn ein Kind geboren wird, sagt man, „Sei ein Zaddik und nicht böse.“20 Von der Geburt an hat jeder Mensch die Fähigkeit ein Zaddik zu werden.21 Wenn man sich allzeit die Existenz dieses Eides vor Augen hält, kann er oder sie das Potential in die Wirklichkeit überführen.

Fußnoten
1.
Aus der Audio-Serie “Mashiach, the Crown of Creation,” Kassette Nr.3. Die Geschichte wird erzählt von Rabbi Immanuel Schochet.
2.
Sohar III, S. 180b; Sefer HaArachim Chabad, Osios, Buchstabe Zaddik, S. 31
3.
5:22, entsprechend Raschis Kommentar zur Mischna.
4.
Ebenda.
5.
Auch wenn man direkt zu G’tt betet, können seine Gebete aufgrund seiner Sünden und seines Egos manchmal zurückgewiesen werden. Aber die Gebete eines Zaddik, die außergewöhnlich sind, können alle g’ttlichen Tore passieren.
6.
Degel Machne Ephraim, Parascha Jitro; siehe ebenfalls Sefer HaMaamarim 5710, S. 254; Toras Menachem 5713, Bd. III, S. 144.
7.
Rabbi Joseph B. Soloveitchik (1903-1993) sagte im Namen von Rabbi Yisrael Salanter (1810-1883) etwas, was an der folgenden Textstelle nachgelesen werden kann: The Rav, Bd 1, S. 159, op. cit.
8.
Dwarim 11:22.
9.
Positives Gebot Nr.6.
10.
Siddur Tehillat Hashem, S. 39, 164.
11.
Schmot 14:31.
12.
Zu dem obigen Vers.
13.
Siehe Sefer HaIkarim, Buch 3, Kap. 8, 12.
14.
Rambams Kodex des jüdischen Gesetzes: Gesetze der Umkehr 7:4.
15.
Es gibt drei grundlegende Wege durch Gebote Verdienste zu erlangen: Der erste umfasst die 248 positiven, oder aktiven, Gebote (d.h., etwas zu tun, was befohlen wurde). Der zweite schließt die 365 negativen, oder passiven, Gebote ein (d.h., etwas nicht zu tun, was verboten wurde). Der dritte ist die Transformation eines negativen Gebotes in ein positives (durch den Prozess der Teschuwa).
16.
Die [passive Nicht]Erfüllung eines negativen Gebotes wird betrachtet, “als wenn” man ein positives Gebot erfüllt hat, wohingegen Teschuwa (d.h., etwas zu bereuen, was man falsch gemacht hat und der Beschluss es nicht wieder zu tun) als ein tatsächliches positives Gebot angesehen wird. Siehe Kidduschin 39b; Makkos 23b. Siehe ebenfalls Likkutei Sichos, Bd. 1, S. 203.
17.
Joma 86b. Es ist bemerkenswert, dass ein Mensch, wenn er sich etwas Verbotenem enthält, der Verdienst einer positiven Mitzwa angerechnet wird, es gibt diesbezüglich einen Weg vollkommen unreine Dinge eilig zu machen: Zum Beispiel ein Jugendlicher, der die Gebote nicht einhält, hat eine Schwäche für Schinkenbrötchen. Jahre später, wenn er Teschuwa getan hat, wurde der Schinken zum Teil seines Körpers und wurde, mit dem Rest von ihm, im Teschuwa-Prozess erhoben. In diesem Weg war es möglich etwas vollkommen Unreines zu erheben. Ein Zaddik, demgegenüber, würde niemals daran denken unkoscheres Essen zu sich zu nehmen. So kann ein Baal Teschuwa mehr Elemente der Schöpfung zur Heiligkeit erheben, als ein Zaddik. Dies gibt jemandem freilich nicht die Lizenz zu sagen, „Ich werde sündigen und dann Teschuwa tun“, wie es im vorangegangenen Absatz erklärt wurde.
18.
Ebenda 85b.
19.
III, S. 153b.
20.
Nidda 30b.
21.
Sefer HaSichos 5751, Bd. 2, S. 533, Parascha Emor. Siehe Übersetzung in Sichos in English, Bd. 48, S. 159, wo es heißt: “Nun könnte jemand darauf hinweisen, dass in der Tanja selber geschrieben steht, dass nicht jeder Mensch notwendigerweise ein Zaddik werden kann und das man diesbezüglich nicht die vollkommen frei Wahl hat. Da ein Mensch die Essenz von G’tt in sich trägt, so liegt im Grunde auch dieses [Potential] in ihm und er kann es erreichen. Nach all der „Reinigung“, etc., des jüdischen Volkes im Laufe der Zeit, ist es nun jedem Juden möglich das Level eines Zaddik zu erreichen – ähnlich dem Weg, in dem Dinge in der messianischen Zeit sein werden.
von Aaron Leib Raskin
Rabbiner Aaron Leib Raskin wurde in Brooklyn, New York geboren. Er besuchte die Vereinigten Lubawitscher Jeschiwa und studierte am rabbinischen College of America in Morristown, NJ 1986. Als Chabad-Lubawistch Abgesandter, half Rabbi Raskin der Gemeinde B'nai Avraham in Brooklyn Heights sich im Jahr 1988 zu gründen, wo er als geistiger Führer arbeitete. Seine wöchentlichen Lesungen werden von Richtern, Anwälten, Ärzten und Menschen aus ganz New York gut besucht. Er ist Autor eines breiten Spektrums jüdischer Themen, von denen er mehr als 180 Audio-Kassetten aufnahm.
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