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3. Mai 2015

Pessach Scheni

Pessach Scheni

Das zweite Pessach

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Einführung

Ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten unterrichtete G-tt die Kinder Israels, am Nachmittag des 14. Nissan das Pessachlamm darzubringen, und es am selben Abend auf offenem Feuer gegrillt zu verspeisen, zusammen mit Mazza und bitteren Kräutern (Kopfsalat, je nach Brauch auch Meerrettich), wie sie das bereits im vorigen Jahr getan hatten, kurz bevor sie Ägypten verliessen. "Jedoch gab es gewisse Leute, die davor, durch den Kontakt mit einem toten Körper, rituell unrein geworden waren, und daher das Pessachopfer an jenem Tag nicht darbringen konnten. Sie wendeten sich an Moses und Aharon und sagten: '...Warum sollen wir unter den Kindern Israels benachteiligt werden und G-ttes Opfer nicht rechtzeitig darbringen können?'" (Numeri 9) Als Antwort auf ihre Bitte errichtete G-tt den 14. Ijar als ein "zweites Pessachfest" (Pessach Scheni) für diejenigen, denen es nicht möglich gewesen war, das Pessachopfer zur vereinbarten Zeit im vorigen Monat darzubringen. Demzufolge verkörpert dieser Tag die "zweite Chance", welche durch Tschuwa erreicht wird, die durch die Macht der Reue und der "Rückkehr" (zu G-tt und der Beachtung Seiner Gebote) erreicht wird. Rabbi Josef Jizchak von Lubawitsch drückte diese Idee so aus: "Das Zweite Pessach bedeutet, dass ein Fall niemals verloren ist."
Es ist Brauch, diesen Tag mit dem Essen von Mazzot (vorzugsweise Schmura Mazza, falls vorhanden) zu markieren.
Die folgenden Artikel behandeln einige der zeitlosen, praktischen Lektionen, die wir von diesem Festtag lernen können.
Wir können die Aussage: "Es gibt immer eine zweite Chance" generell auf alle Lebenslagen beziehen, um so aufgewühlte Geister zu beruhigen. Doch was hat die in jede Sammlung passende Aufmunterung mit unserem Alltag zu tun?
"Pessach Scheni", das "Zweite Pessach" wird am Vierzehnten des Monates Ijar gefeiert. Der Ursprung dieses Halbfesttages ist faszinierend.
Wenn wir am Zweiten Pessach Mazzot und Brot zusammen auftischen, zeigen wir dadurch, dass wir unser Verlangen besiegt haben, und nun dazu fähig sind, sie in die richtige Bahn zu lenken.
Es gibt fromme und weniger fromme Juden, und manche betrachten sich als “kulturelle Juden” oder haben überhaupt keine Bindung mehr an das Judentum, abgesehen von ihrer Herkunft.
Das "Zweite Pessach" aus der Perspektive eines entwöhnten Alkoholikers
Es klingt etwas merkwürdig, wenn ein entwöhnter Alkoholiker sagt: "Das Alkoholiker-Sein war in Wirklichkeit das Beste, was mir je hätte passieren können."