Here's a great tip:
Enter your email address and we'll send you our weekly magazine by email with fresh, exciting and thoughtful content that will enrich your inbox and your life, week after week. And it's free.
Oh, and don't forget to like our facebook page too!
Kontakt

Warum machen wir eine Beschneidung?

Warum machen wir eine Beschneidung?

 E-Mail

Frage?

Ein Freund hat mich letztens gefragt, warum wir eine Brit Mila (Beschneidung) machen. Ich habe irgendwas gesagt von Gesundheit, Tradition, alten Leuten, acht Tagen, Schmerzen und eine Menge anderen Blödsinn, bevor ich mich entschloss, Ihnen diese Frage zu überantworten.

Antwort!

Die Brit Mila ist ein physisches Symbol für die Beziehung zwischen G-tt und dem jüdischen Volk. Es ist eine konstante Erinnerung daran, was die jüdische Mission an Verpflichtungen mit sich bringt (eine Erinnerung, welche Männer mehr benötigen als Frauen). Werfen wir also einen Blick auf die Details:

Wenn doch die Beschneidung das ist, was G-tt will, warum werden wir dann nicht beschnitten geboren? G-tt hat die Welt nicht perfekt erschaffen und uns die Mission gegeben, sie perfekt zu machen. G-tt hat Weizen erschaffen, Menschen backen Brot daraus; G-tt hat einen Dschungel erschaffen, Menschen errichten eine Zivilisation daraus. Die Grundmaterialien werden uns gegeben, dann liegt es an uns, unseren Erfindungsgeist zu nutzen, diese Welt zu verbessern, in welche wir geboren wurden. Dies wird durch die Brit Mila symbolisiert – wir werden unbeschnitten geboren, dann liegt es an uns, „den Job zu vollenden.“ Dies gilt auch für das Metaphorische. Wir alle haben Instinkte und natürliche Triebe, welche angeboren sind und verfeinert werden müssen. „Ich wurde so geboren“ entschuldigt kein unmoralisches Verhalten: Es ist unsere Aufgabe, alle negativen Eigenschaften auszurotten, egal, wie immanent sie uns scheinen mögen.

Warum um alles in der Welt sollte G-tt die Beschneidung auswählen, um etwas Heiliges zu repräsentieren? Jüdische Spiritualität dreht sich darum, die physische Welt heilig zu machen. Die Art, in der wir essen, schlafen, arbeiten und uns fortpflanzen, sollte von derselben Heiligkeit erfüllt sein, wie die Art, in der wir beten; unsere Wohnungen sollten so heilig sein wie unsere Synagogen. Wir finden G-tt auf Erden genauso (oder vielleicht noch mehr) als in den Himmeln. Deshalb setzten wir ein Zeichen auf das physischste und potentiell niedrigste Organ – um damit zu sagen, dass es in einer heiligen Weise genutzt werden kann und soll. Es ist sogar gerade in der Sexualität, dass wir den tiefsten Teil unserer Seele berühren können – wenn wir uns ihm mit Heiligkeit nähern.

Warum ein Baby beschneiden? Wäre die Aussage nicht stärker, wenn es durch einen reiferen Erwachsenen gemacht würde? Die Beschneidung wird gemacht, wenn ein Kind noch nicht versteht, was passiert. Dies geschieht so, weil die jüdische Verbindung mit G-tt immanent ist: Ob unser Geist an G-tt glaubt oder nicht, ob unsere Herzen G-tt lieben oder nicht, unsere Seelen kennen G-tt. Wir können dem Bund mit G-tt beitreten, sogar wenn wir uns Seiner nicht bewusst sind, weil wir Ihn unterbewusst bereits kennen.

Warum ausgerechnet am achten Tag? Die Zahl sieben repräsentiert Natur – sieben Tage hat die Woche, sieben Farben hat der Regenbogen, sieben musikalische Noten ergeben eine Tonleiter etc.; die Zahl acht ist die Zahl, welche die sieben übersteigt und repräsentiert damit das Wunderbare, das, was über der Natur steht. Wir führen die Brit Mila am achten Tag durch, weil das jüdische Volk durch Wunder überlebt. Unsere Geschichte setzt sich über die Naturgesetze hinweg. Wir heißen ein jüdisches Kind in dieser wundersamen Existenz willkommen am achten Tag seines Lebens, als wollten wir damit sagen: „Erwarte Wunder!“

von Aron Moss
Rabbiner Aron Moss lehrt Kabbala, Talmud und praktisches Judentum an der „Foundation for Education“ in Sydney, Australien.
© Copyright, alle Rechte vorbehalten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, empfehlen Sie ihn weiter, vorausgesetzt Sie halten sich an unsere Urheberrechtsrichtlinien.
 E-Mail
Diskutieren Sie mit
1000 verbliebene Zeichen
Die Beschneidung ist das erste Gebot das Abraham, dem ersten Juden, von G-tt gegeben wurden ist. Die Brit Mila nimmt eine zentrale Bedeutung im Judentum ein.
Diese Seite in anderen Sprachen