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Schacharit – Das Morgengebet

Schacharit – Das Morgengebet

Auf- und Abstieg

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Die Sonne ist aufgegangen – es winkt ein neuer Tag.

Es ist Zeit, die Leiter heraufzuklettern und zu den himmlischen Sphären hochzusteigen, um unsere Sensibilität für G-tt und Spiritualität zu verstärken. Nach diesem spirituellen Antrieb steigen wir wieder hinab, ausgestattet den neuen Tag mit seinen Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

Diese Leiter sind die Morgengebete, Schacharit, die wir zwischen Sonnenaufgang und Mittag sagen (je früher, desto besser). Dieses Gebet dauert für "schnelle Beter" etwa eine halbe Stunde.

Schacharit wird mit den Morgensegen eingeleitet. Wir lesen Tora-Zitate über die verschiedenen Opfer, die jeden Morgen dargebracht wurden und unserem Bund mit dem Ewigen einen physischen Ausdruck verliehen. Nach dieser Einführung klettern wir die Leiter hinauf.

Erste Stufe:

Inhalt: (Psukej D'simra) Hodu - Verssammlung zum Lob des Allmächtigen, Psalm 30 und Psalm 67.
Thema: Anerkennung G-ttes als Herrscher des Universums und unsere Verpflichtung, nach Seinem Willen zu handeln.

Die Amida bedeutet vollkommene Vereinigung mit G-tt, eine Offenbarung unseres immanenten Bundes der uns mit unserem Schöpfer verbindet, - ein Bund, der Gefühl und Verstand übersteigt

Zweite Stufe:

Inhalt: (Psukej D'simra) "Verse des Lobes" (Serie von Psalmen). Ihren Hauptteil stellen die Psalmen 145-150 dar, denen ein Segen (Baruch Sche'amar) vorangeht und ein Segen (Jischtabach) folgt.
Thema: Das Erwecken einer gefühlsbetonten Verbindung zu G-tt durch Bewusstwerden Seiner phantastischen Taten.

Dritte Stufe:

Inhalt: Das Schma Jisrael, dem zwei Segen vorangehen und eine weiterer Segen folgt.
Thema: Betrachtung der Arbeiten in überirdischen Welten und Begreifen von G-ttes Größe und Einheit.

Vierte Stufe:

Inhalt: Die Amida.
Thema: Während der Amida stehen wir vor G-tt und wenden uns direkt an Ihn und bitten Ihn, all unseren Bedürfnissen entgegenzukommen. Diese Nähe bedeutet vollkommene Vereinigung mit G-tt, eine Offenbarung unseres immanenten Bundes der uns mit unserem Schöpfer verbindet, - ein Bund, der Gefühl und Verstand übersteigt. Dieses Gebet wird stehend mit voller Konzentration geflüstert.

Das Hinuntersteigen:

Die Amida wird von Bußgebeten gefolgt, einer kurzen Lesung aus der Tora-Rolle am Montag und Donnerstag, dem "Lied des Tages", dem "Ejn kElo-hejnu"-Loblied und dem Alejnu-Gebet.

Anmerkungen:

  • Erwachsene Männer legen Tefillin und Tallit an und tragen diese während des ganzen Gebetes. Jungen gelten nach ihrer Bar Mizwa als erwachsen.
  • Bei zehn anwesenden Männern kann das Kaddisch-Gebet mehrere Male während des G-ttesdienstes gesagt werden. Der Vorbeter wiederholt die Amida mit lauter Stimme und alle Anwesenden antworten auf die verschiedenen Segen mit "Amen".
  • An besonderen Tagen, wie z.B. an Schabbat, Feiertagen, Fasttagen, gibt es durch das Hinzufügen oder Auslassen von Gebeten spezielle Variationen des G-ttesdienstes.
Illustration von Yehuda Lang. Möchten Sie noch weitere Werke des Künstlers sehen, klicken Sie hier.
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