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Warum feiern wir den 15. Aw?

Warum feiern wir den 15. Aw?

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Rabbi Schimon Ben Gamliel sagt: Es gab keine größeren Feiertage für Israel als den 15. Aw und Jom Kippur (Talmud, Taanit 26b)

Der Talmud zählt verschiedene Ereignisse, die auf dieses Datum fielen, auf:

1) Das Ende des Ablebens der aus Ägypten ausgezogenen Generation: Als das Volk Israels aus der ägyptischen Sklaverei befreit war, stellte sich wenige Monate durch den Vorfall der "Spione" heraus, dass dieses Volk noch nicht reif war, das Land Kanaan einzunehmen, um es zum "Heiligen Land" zu entwickeln. So verordnete G-tt, dass diese Generation in der Wüste sterben soll, und nur ihre Kinder an ihrer Stelle ins Land Israel eintreten (siehe Num. 14 und 15). Nach 40-jähriger Wüstenwanderung hörte das mysteriöse Hinscheiden jener älteren Generation endlich auf, und der neuen Jüdischen Generation war es gewährt, ins Heilige Land einzudringen. Das war am 15. Aw 2487 (1274 Jahre vor dem bürgerlichen Kalenderbeginn), und ein Grund zum Feiern.

Solange noch Mitglieder dieser tragischen Generation am Leben waren, sprach G-tt kein Wort mit Mose, sondern erst nach dem Tod des letzten ihrer Männer.

2) Die verschiedenen Stämme Israels erhielten die Erlaubnis, untereinander zu heiraten: Um eine rechtmäßige Verteilung des Heiligen Landes unter den zwölf Stämmen Israels zu sichern, gab es gewisse Einschränkungen bezüglich der Heirat zwischen den Angehörigen zweier Stämme: So war es z.B. einer Frau, die von ihrem Vater Land geerbt hatte, nicht erlaubt, das Mitglied eines anderen Stammes zu heiraten, weil dadurch ihre Kinder, die dem Stamm ihres Vaters angehörten, das Land von mütterlichen Stamm geerbt hätten. Dadurch wäre eine Landvererbung von einem zum anderen Stamm entstanden (siehe Num. 36). Diese Verordnung galt aber nur für jene das Land erobernde und besiedelnde Generation. Als für die nächste Generation diese Einschränkung am 15. Aw aufgehoben wurde, war es ein Grund zum Feiern.

3) Dem Stamm Benjamin wurde erlaubt, wieder zur Gemeinde Israels zu gehören: Der 15. Aw war auch der Tag, an dem der Stamm Benjamins, der für sein unsittliches Verhalten anlässlich der "Konkubine auf dem Hügel" exkommuniziert worden war, wieder in der Gemeinde Israels Aufnahme fand (siehe Richter: Kapitel 19:2). Der Vorfall ereignete sich zur Zeit des Richters Othniel Ben Knaz, der das Volk Israel von 2533–2373 leitete (1228–1188 vor dem bürgerlichen Kalenderbeginn).

4) Hoshea Ben Eilah öffnete die Tore Jerusalems: Nach dem Ableben König Salomons im Jahre 2964 (797 vor dem bürgerlichen Kalenderbeginn) erfolgte die Teilung des Heiligen Landes in zwei Königreiche. Dazu hatte Jerobeam Ben Nevat, der Anführer des losgebrochenen Nördlichen Reiches eine Straßensperre errichtet, die seine Staatsangehörigen davon abhielt, ihre drei jährlichen Pilgerfahrten nach Jerusalem, in die Hauptstadt des Südlichen Reiches Judeas, zu praktizieren. Hoshea Ben Eilah, König des nördlichen Reiches, riss 200 Jahre am 15. Aw 3187 (574 Jahre vor dem bürgerlichen Kalenderbeginn) diese Strassensperre nieder, was ein Grund zum Feiern war.

5) Der Erhalt der Erlaubnis, die niedergemetzelten Widerstandskämpfer von Betar zu beerdigen: Die Festung von Betar war der letzte Halt der Rebellion Bar Kochbas. Bei der Niederlage Betars am 9. Aw 3893 (133 nach dem bürgerlichen Kalenderbeginn), fielen Bar Kochba und viele tausend Juden dem Massaker der Römer zum Opfer. Die Überlebenden dieser Schlacht wurden von den Römern grausamst ermordet. Den Juden aber durften nicht einmal ihre Toten begraben. Am 15. Aw 3908 (148 nach ihrer Zählung), als die Opfer endlich zu Grabe getragen werden konnten, wurde dem Tischgebet (Birkat Hamason) ein vierter Segen (HaTow weHaMejtiv) zum Andenken an das Wunder hinzu gefügt, - denn obwohl diese Tragödie bereits 15 Jahre zurücklag, waren die Körper der Ermordeten in keiner Weise degeneriert.

6) "Der Tag des Beilbrechens": Als der Heilige Tempel in Jerusalem stand, wurde das jährliche Feuerholzhacken für den Altar immer am 15. Aw abgeschlossen. Dieses Ereignis wurde - wie jede abgeschlossene Bemühungen für heilige Zwecke - festlich begangen, und beinhaltete das zeremonielle Brechen einer Axt, was diesem Tag seinen Namen verlieh.

von Yanki Tauber
Yanki Tauber ist Chefredakteur von Chabad.org und ein erfolgreicher Autor.
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