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Seelengespräch

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Fragen zum Ende des Lebens und Dilemmas

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Positive Werte stehen manchmal im starken Kontrast zueinander, dies führt zu schwierigen Entscheidungen. Nirgendwo ist dies herzzerreißender als im Umgang mit Angelegenheiten, die am Lebensende auftreten.

Der Prozess der Auflösung des Bundes zwischen Körper und Seele ist nicht immer plötzlich. So wie die Seele den Körper in Phasen betritt (Empfang, Schwangerschaft, Geburt usw.), so verlässt diese den Körper auch in Phasen. Die Person mag fortschreitend schwächer werden; Fähigkeiten wie das Sehen, Hören, die Wahrnehmung oder gar das Bewusstsein können vermindert oder in vollem Umfang verschwinden. Aber solange es irgendein Leben im Körper gibt, so ist die Seele präsent – selbst wenn der Körper faktisch jegliche Möglichkeit verloren hat, diese zum Ausdruck zu bringen.

Was ist der Kernwert eines menschlichen Lebens? Dadurch wird es Zeiten geben, wenn wir gefragt werden, zwischen zwei zwingenden Wahrheiten zu entscheiden. Auf der einen Seite ist unsere Lebensmission die Erfahrung, die wir als menschliche Wesen in Erinnerung behalten. Auf der anderen Seite gibt es eine abstraktere , aber durchaus wahre Frage: was ist der Kernwert eines Menschen?

Auf den ersten Blick sehen wir eine Person, die bewegungslos in einem Krankenbett liegt und fragen uns: aus welchem Grund verlängern wir sein/ihr Leben, wenn er/sie nicht mehr das genießen kann, was er/sie erfreute? Ohne Spaß und Freude, ohne den Antrieb der Gesellschaft von Freunden und Familie, welchen Wert hat sein/ihr Leben? Diese Frage würde den Tag durchziehen, wenn wir tatsächlich nur eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen wären; Wesen, die mit der Geburt anfangen und mit dem Tod enden. Allerdings sind menschliche Wesen – wie in unserer Einführung erklärt – weit mehr als das.

Wir haben einen Körper, der von der Geburt an bis zum Tode funktioniert und eine Seele, die es bereits vorher gab und danach geben wird. Wir existieren als Lebewesen, weil G-tt diese beiden Einheiten zusammengebracht hat. Wir leben solange, wie G-tt diese Einheiten zusammen hält. Die Tatsache, dass jemand lebt, bedeutet, dass G-tt seine Anwesenheit in unserer Welt möchte. Wenn wir uns fragen: „aus welchem Grund“?, so antworten wir, dass G-ttes Sinn des Zwecks viel tiefer gehender ist als der unsrige und dass wenn wir den entscheidenden Wert der bewusstlosen oder wahrnehmungslosen Person nicht sehen, G-tt dies vermag und tut. Letzten Endes glaubten viele antike Gesellschaften, das Gehirn sei nutzlos und fragten sich, warum es überhaupt erschaffen wurde.

Es gibt tiefgreifende Gefahren, wenn wir den Wert des Lebens nur auf Funktionalität beschränken. Sollten wir sonst diejenigen mit niedrigem IQ oder ALS usw. liquidieren?

Der bedingungslose Respekt vor dem Leben, wie ihn die Tora uns beschreibt rettet uns davor, Grenzen zu ziehen, die letztlich absolut falsch sein könnten.

Auf der anderen Seite fordert die Tora uns auf, auch die folgenden Gesichtspunkte zu beachten:

  • Sollte die Person Schmerzen erleiden, so ist dies spirituell und moralisch bedeutsam und wir haben die Verpflichtung, diese zu verringern – auch wenn dies bedeutet, dass es sein Leben verkürzen kann. Folglich bewilligt die Tora das Unterlassen invasiver Prozeduren, die keine Aussicht auf eine Heilung haben oder die Verabreichung von hohen, aber nicht tödliche Dosen von Schmerzmitteln.

  • Das Sterben ist ein Prozess der Trennung von Körper und Seele. Manchmal geschieht dies schnell; manchmal ist es langwierig. Wir müssen darauf Acht geben, diesen Prozess nicht unangemessenerweise zu verzögern oder unterbrechen. Wo liegt die Grenze zwischen der Herbeiführung und Ablauf des Todes?

Aus allen erwähnten Gründen haben wir eine unabhängige Quelle der Weisung. Halacha ist der „Weg“, der „Pfad“ der Tora, der uns sogar durch die stürmischsten Gewässer unseres Lebens leitet.

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Unsere Tradition durchzieht das gesamte Leben, Tag und Nacht, hell und dunkel. Sogar in den schwierigsten Situationen – dem bevorstehenden und dann eintretenden Verlust einer geliebten Person – stärkt, führt und hilft uns die Tora, den Verlust zu überstehen und darüber hinaus zu sehen.

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