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Schabbat 26. Tewet 5778 / 13. Januar 2018

Heutiger Tanja-Abschnitt

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Likkutej Amarim, Ende von Kapitel 16

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Likkutej Amarim, Ende von Kapitel 16

Unsere Meister sel. A. deuteten dies in ihrem Ausspruch an: „Einen guten Gedanken fügt der H.g.s.E. der Tat hinzu.“1 Dies verlangt jedoch nach der Wortwahl: „[…] rechnet es ihm die Tora an, als hätte er es ausgeführt.“2 Die Erklärung des Sachverhalts lautet jedoch: Es sind offenbare Ehrfurcht und Liebe in seinem Herzen, die sich in die Ausführung der Gebote kleiden und ihnen Lebenskraft zum Emporsteigen geben. Das Herz ist nämlich ebenso körperlich-derb wie die übrigen Gliedmaßen, die Instrumente der Tat sind. Das Herz jedoch ist innerlich und Quelle ihrer Lebenskraft; es kann sich deshalb in die Taten [der Gliedmaßen] kleiden, um ihnen als Flügel zum Aufstieg zu dienen. Die erwähnte Ehrfurcht und Liebe in der Einsicht des Gehirnes und den verborgenen Winkeln des Herzens sind jedoch wesentlich höher als der Aspekt „Tat“. Sie können sich daher nicht in die Gebotstaten kleiden, um deren Gehirn und Lebenskraft zu werden, sie aufzuheben, sodass sie emporsteigen können, wenn sie nicht der H.g.s.E. dem Aspekt „Tat“ anschließt und sie damit verbindet. Sie werden „guter Gedanke“ genannt, denn sie sind nicht wirklich Ehrfurcht und Liebe in offenbarem Zustand im Herzen, sondern bloß in der Einsicht des Gehirnes und in den verborgenen Winkeln des Herzens, wie oben erwähnt wurde.

Anmerkung: Im Sohar3 und im Ez Chajim4 steht, dass Tevuna [Einsicht] die Buchstaben Ben u‑Bat [„Sohn“ und „Tochter“] enthält, die Ehrfurcht und Liebe repräsentieren. Bisweilen sinkt die Einsicht ab und wird zum Gehirn des weiblichen Aspekts des „Kleinen Angesichts“, das die Buchstaben der Tora und die Gebote darstellt. Der Verständige wird verstehen.

Der H.g.s.E. vollzieht jedoch diesen Anschluss, um die Ausführung der Gebote und die Beschäftigung mit der Tora – die durch den Einfluss des oben erwähnten „guten Gedankens“ vollbracht wurden – bis zur Welt Berija emporzuheben; [die Welt Berija] ist die Stufe, zu der die Tora und die Gebote aufsteigen, wenn sie durch intellektuelle Ehrfurcht und Liebe motiviert sind, die tatsächlich im Herzen des Menschen offenbart sind. Doch auch ohne diesen [Anschluss] steigen sie auf – zur Welt Jezira, mittels der natürlichen Ehrfurcht und Liebe, die im Herzen aller Juden von Geburt an verborgen sind, wie im Folgenden ausführlich erklärt wird5.

Fußnoten
1.
Kidduschin 40a; Jerusalemer Talmud, Pea 1:1.
2.
Diese Wortwahl ist im Talmud allgemein üblich, vgl. etwa Rav Assis Ausspruch, Kidduschin ebenda; Schabbat 63a; Berachot 6a.
3.
Sohar III, 290b.
4.
Schaar HaSivugim, Kap. 4.
5.
Kap. 38, 39, 40, 44.


Aus dem Hebräischen übersetzt von Levi Sternglanz, Wien. Alle Rechte bei Kehot Publication Society, Wien. Dieses Projekt wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Fam. Chaim und Carole Rittri, Zürich.
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