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Donnerstag 19. Kislew 5778 / 7. Dezember 2017

Heutiger Tanja-Abschnitt

Heutiger Tanja-Abschnitt

Likkutej Amarim, Billigungserklärungen

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Likkutej Amarim, Billigungserklärungen

SEFER

LIKKUTEJ AMARIM
Ausgewählte Lehren

Erster Teil
genannt

„Sefer Schel Bejnonim“
„Das Buch der Durchschnittsmenschen“

Gesammelt aus heiligen Büchern1 und von Toragelehrten2, erhabenen Heiligen, deren Seelen in Eden sind; beruhend auf dem Vers: „Denn sehr nahe ist dir die Sache3, in deinem Mund und deinem Herzen, sie zu tun.“4 Erläutert gründlich, wie es „sehr nahe“ ist, auf einem langen und kurzen Weg5, mit der Hilfe G-ttes, gesegnet sei Er.

Billigungserklärungen6
Der berühmte Rabbiner und Chassid,
ein g‑ttlicher Mensch von heiligem Ansehen,
unser Lehrer und Meister,
R.7 Meschulam Susil von Anipoli8:

Gesehen habe ich die Schriften dieses Rabbiners und Gaons – ein g‑ttlicher Mensch, heilig und rein, ein leuchtendes Glas9. Gutes hat er getan, und [darüber hinaus] hat es G‑tt in Seiner wundersamen Güte in sein reines Herz gelegt, all dies zu tun, um dem Volk G‑ttes Seine heiligen Wege zu weisen.

Es war die Absicht [des Verfassers], diese Schriften nicht im Druck erscheinen zu lassen, weil dies seine Gewohnheit nicht ist. Da jedoch diese Hefte10 unter dem gesamten Volk Israel in zahlreichen Kopien aus den Händen allerlei absonderlicher Schreiber Verbreitung gefunden haben, und da die Fehler der Schreiber aufgrund der zahlreichen und vielfältigen Kopien unerhört zugenommen haben, sah er sich gezwungen, diese Hefte zur Druckpresse zu bringen.

G‑tt erweckte den Geist der [zwei] Geschäftsteilhaber, des außergewöhnlichen und ehrwürdigen Toragelehrten, R. Schalom Schachna11, Sohn des R. Noach, und des außergewöhnlichen und ehrwürdigen Toragelehrten R. Mordechai, Sohn des R. Schmuel HaLewi, diese Hefte zur Druckerei in Slawita zu bringen. Für diese würdige Tat sage ich „[Eure] Kraft erstarke“. Anlass zur Sorge gibt ihnen indes die wachsende Zahl der Druckereien, die für gewöhnlich die Bevollmächtigten schädigen und zu Grunde richten. Wir haben in Anbetracht dessen beschlossen, diese Billigungserklärung zu erteilen, sodass kein Mensch „Hand oder Fuß erhebe“, um den obengenannten Druckern jedwelchen Schaden, G‑tt behüte, durch Beeinträchtigung ihrer Exklusivrechte in irgendeiner Hinsicht zuzufügen. Es ist jedwelcher Person untersagt, das o.g. heilige Buch ohne Wissen der o.g. Drucker während der folgenden fünf Jahre ab dem unten angegebenen Datum nachzudrucken. Möge er, der diese meine Worte befolgt, mit Gutem gesegnet werden. So sind die Worte jemandes, der dies für die Ehre der Tora fordert, am heutigen Tag, Dienstag – doppelt [gesegnet mit] „es ist gut“12 – des Wochenabschnitts Tavo, im Jahr 55613 des [sechsten] Jahrtausends14.

Der unbedeutende Meschulam Susil von Anipoli



Der berühmte Rabbiner und Chassid,
ein g‑ttlicher Mensch von heiligem Ansehen, unser Lehrer, Rabbiner und Meister,
R. Jehuda Lejb HaKohen15:

Die Weisheit des Menschen erleuchtet das Angesicht der Erde, wenn man die heiligen Manuskripte des Verfassers sieht – Rabbiner und Gaon, ein g‑ttlicher Mensch, heilig und rein, fromm und bescheiden. Seine verborgenen [Kräfte] sind schon seit langem offenbart, seit er am Sitz der Weisheit mit unserem Herrn, Meister und Lehrer, dem Gaon der Welt16 saß, und Wasser vom Brunnen des lebenden Wassers schöpfte. Erfreuen wird sich nunmehr Israel17 an der Offenbarung seiner heiligen Worte in diesem zusammengestellten Werk, das zum Druck geht, um das Volk G‑ttes die Wege der Heiligkeit zu lehren, wie jedermann aus der inneren Bedeutung der Worte [dieses Buches] ersehen kann.

Was Allgemeinwissen darstellt, erfordert keinen Beweis; aus Furcht vor einem Verderben der Sache jedoch, sodass den Druckern kein Schaden zugefügt werde, spreche ich hiermit eine entschlossene Warnung aus – kein Mensch „erhebe seine Hand oder seinen Fuß“, um [dieses Werk] während eines Zeitraums von fünf Jahren ab dem unten angegebenen Datum zu drucken. Möge er, der diese meine Worte befolgt, mit Gutem gesegnet werden.

So sind die Worte jemandes, der dies für die Ehre der Tora fordert am heutigen Dienstag des Wochenabschnitts Tavo, im Jahr 556 des [sechsten] Jahrtausends18.

Jehuda Lejb HaKohen



Billigungserklärung19
der Rabbiner, mögen sie lange leben,
Söhne des Gaons, des Verfassers sel. A.,
dessen Seele in Eden ist:

Wir haben uns bereit erklärt, Erlaubnis und Bevollmächtigung zu erteilen, um die geschriebenen Worte der Rechtschaffenheit und Wahrheit als Erinnerung für die Kinder Israels zur Druckpresse zu bringen; es sind dies Worte des Lebendigen G‑ttes von unserem Herrn, unserem Vater, Lehrer und Meister sel. A., die persönlich mit seiner eigenen heiligen Hand in seiner eigenen heiligen Ausdrucksweise festgehalten wurden. All seine Worte sind wie brennend-feurige Kohlen, die die Herzen [der Menschen] entfachen, um sie ihrem Vater im Himmel näherzubringen. [Diese Abhandlungen] tragen den Titel Iggeret HaKodesch [„Der heilige Brief“]. Sie bestehen vornehmlich aus Briefen, die von Seiner ehrwürdigen Heiligkeit ausgesandt wurden, um das G‑ttesvolk den Weg, den sie zu beschreiten und die Tat, die sie zu üben haben, zu lehren.

Da sich [unser Vater] an mehreren Stellen auf sein Werk Likkutej Amarim bezieht, und „die Worte der Tora knapp an einer Stelle und reichlich an anderer Stelle sind“20; weil darüber hinaus [Iggeret HaKodesch] neuen Stoff in Form eines Kuntres Acharon [„Letzte Abhandlung“] über gewisse Kapitel einbringt. [Kuntres Acharon] schrieb er, als er Sefer Likkutej Amarim verfasste; es handelt sich hierbei um Abhandlungen und tiefe Einsichten über Textstellen des Sohar, des Ez Chajim und des Pri Ez Chajim, die einander zu widersprechen scheinen. Mit seinem verständigen Geist löst er jedoch jede Aussage auf ihre eigene Art, wie er in Likkutej Amarim schrieb. [Aus diesen Gründen] erachten wir es als angemessen und richtig, [die Abhandlungen in Iggeret HaKodesch] den heiligen Werken Likkutej Amarim und Iggeret HaTeschuva Seiner ehrwürdigen Heiligkeit – unser Herr Vater, Lehrer und Meister sel. A. – hinzuzufügen.

Aus diesem Grund stellen wir hiermit einen mächtigen Zaun auf und erlassen die drei Formen des rabbinischen Bannes, für die es keine Heilung gibt21, dass kein Mensch seine Hand erhebe, um [diese Abhandlungen] in ihrer derzeitigen Form22 oder eines ohne das andere im Laufe von fünf Jahren ab dem unten angegebenen Datum23 zu drucken.

Dies gilt es indes bekannt zu machen: Aufgrund unserer zahlreichen Sünden fielen die von seiner eigenen heiligen Hand verfassten Manuskripte, die von großer Präzision gekennzeichnet waren – ohne einen überflüssigen oder fehlenden Buchstaben – der Vernichtung anheim. Von der Fülle des Materials verblieben nur diese wenigen [Schriften], die einzeln von den Abschriften gesammelt wurden, die unter den Schülern verstreut sind. Sollte also ein Irrtum entdeckt werden – „Irrtümer, wer kann sie vermeiden?“24 – wird der offensichtliche Irrtum als Fehler des Kopisten erkannt werden, die Bedeutung jedoch klar sein.

Bekanntgegeben von Dov Bär, Sohn meines Herrn Vaters, Lehrers und Meisters – der Gaon und Chassid, Heiliger Israels, unser Lehrer und Meister Schneor Salman sel. A., dessen Seele in den verborgenen Schatzhäusern des Himmels ruht.

Bekanntgegeben von Chajim Avraham, Sohn meines Herrn Vaters, Lehrers und Meisters – der Gaon und Chassid, unser Lehrer und Meister Schneor Salman, gesegnet sei das Andenken des Gerechten, dessen Seele in den verborgenen Schatzhäusern des Himmels ruht.

Bekanntgegeben von Mosche, Sohn meines Herrn Vaters, Lehrers und Meisters – der Gaon und Chassid, Schneor Salman sel. A., dessen Seele in den verborgenen Schatzhäusern des Himmels ruht.

Fußnoten
1.
Bezieht sich auf R. Jeschajahu HaLewi Horowitz’ „Schnej Luchot HaBrit“ und auf die Werke von R. Jehuda Löw („Maharal“) von Prag.
2.
Bezieht sich auf R. Israel Baal Schem Tov und den Maggid von Mesritsch.
3.
„Die Sache“ – die Erfüllung der Gebote G‑ttes in ihrer Gesamtheit.
4.
Deut. 30:14.
5.
R. Jehoschua ben Chananja sagte: „Einst befand ich mich auf der Reise, und als ich einen Knaben an einer Wegkreuzung sitzen sah, fragte ich ihn, welcher Weg in die Stadt (Jerusalem) führe. Er erwiderte: ,Der eine Weg ist kurz aber lang, der andere ist lang aber kurz.‘ Ich ging den kurzen Weg. Als ich die Stadt erreichte, sah ich, dass sie von unwegbaren Hindernissen umgeben war. Hierauf kehrte ich um und sagte zu ihm: ,Mein Sohn, du sagtest mir doch, dieser Weg sei kurz!‘ Da erwiderte er: ,Sagte ich nicht: ,aber lang‘?‘“ (Ejruvin 53b)
Ebenso gibt es im Dienst G‑ttes verschiedene Wege, die zum selben Ziel führen. Diesbezüglich ist im Namen von R. Israel Baal Schem Tov das Beispiel von einem Menschen überliefert, der krank ist – ständig brechen Ekzeme an seinem Körper auf. Eine Methode ist es, Heilsalbe auftragen. Die Salbe verhilft zwar zu zeitweiliger Heilung, aber nach kurzer Zeit werden neue Wunden an anderer Stelle aufgetreten. Eine andere Methode hingegen wird die U r s a c h e der Krankheit behandeln und so die Krankheit von Grund auf heilen.
Analog dazu gibt es die Wege von „Mussar“ und „Chassidut“: Während Mussar einzelne heilungsbedürftige Symptome der menschlichen Psyche wie Hochmut, Zorn, Missgunst u.Ä. zu beseitigen sucht, analysiert Chassidut den Ursprung der Probleme – Seele und inneres Wesen des Menschen – und bewirkt so eine weitaus tiefere, gründlichere Heilung. Die chassidische Methode verlangt ungleich mehr Anstrengung und Zeit, aber nur dieser „lange, kurze Weg“ kann gewährleisten, dass der Mensch schlussendlich eine wahre und umfassende Änderung zum Guten vollzieht. Siehe Lewi Jizchak Ginsburg, Pninej Tanja, Kfar Chabad 1993, Bd. I, S. 19 f.
6.
R. Schneor Salmans Name schien zu seinen Lebzeiten weder am Titelblatt noch in den Billigungsschreiben auf. Erst postum wurde der Name des Verfassers eingefügt.
7.
So wie in der jüdischen Quellenliteratur steht „R“ für „Rabbi“.
8.
Ein Schüler von R. Dov Bär von Mesritsch und ein Gefährte des Verfassers.
9.
Siehe Jevamot 49b über die Besonderheit von Mosches Prophetie: „Alle Propheten schauten (G‑ttlichkeit) durch eine nicht-leuchtende (matte) Linse; Mosche schaute (G‑ttlichkeit) durch eine leuchtende (klare) Linse.“ Maimonides erläutert dieses Thema in Mischne Tora, Jesodej HaTora, Kap. 6; More Nevuchim II, Kap. 35; Kommentar zur Mischna, Traktat Sanhedrin, Einleitung zum Kapitel Chelek, Grundsatz 7.
10.
Anfangs fand der Tanja in der Form von Heften Verbreitung.
11.
R. Schalom Schachna war der Schwiegersohn des Verfassers und Vater von R. Menachem Mendel von Lubawitsch (1789-1866), dem dritten Rebben (spirituelles Oberhaupt) der CHaBaD-Bewegung; R. Mordechai (Gorowitz) war der Buchdrucker in Schklov.
12.
Gen. 1:10, 12.
13.
Im Original שנת פדותינו , d.h. „das Jahr unserer Erlösung“; die hebräischen Buchstaben ergeben den Zahlenwert 556; steht in Übereinstimmung mit der Aussage R. Meschulam Susils: „Mit dem ‚Tanja‘ wird das jüdische Volk dem Maschiach entgegengehen.“ Siehe Kizzurim WeHearot LeSefer Likkutej Amarim, New York 1989, S. 125.
14.
D.h. im Jahr 5556 (1796).
15.
Ein Schüler von R. Dov Bär von Mesritsch und ein Gefährte von R. Schneor Salman. Verfasser des Werkes „Or HaGanus“. Dies ist möglicherweise der Hintergrund für den höchst ungewöhnlichen Umstand, dass R. Menachem Mendel von Lubawitsch (1789‑1866, nach seinen Werken „Zemach Zedek“ genannt, Enkelsohn von R. Schneor Salman und drittes Oberhaupt der CHaBaD-Bewegung) eine Billigungserklärung ( הסכמה ) für R. Jehuda Lejbs Werk abgab. Für weitere Angaben zu R. Jehuda Lejb und seine Beziehung zu R. Schneor Salman, siehe Chaim Me’ir Hilman, Bet Rabbi, New York 1976 (3. Auflage), Teil I, Kap. 54.
16.
Bezieht sich auf R. Dov Bär von Mesritsch; angedeutet auch im Wort MiBeer Majim Chajim („vom Brunnen des lebenden Wassers“).
17.
Neben der einfachen Bedeutung, dass sich das Volk Israel an diesem Werk erfreuen wird, ist das auch eine Anspielung auf R. Israel Baal Schem Tov.
18.
D.h. im Jahr 5556 (1796).
19.
Erstmals nach Ableben des Autors in der Schklov-Ausgabe 5574/1814 erschienen.
20.
Jerusalemer Talmud, Rosch HaSchana 3:5.
21.
Die drei Formen des rabbinischen Bannes – Nidui, Cherem, Schamta – bilden das Akronym NaCHaSCH („Schlange“), „für deren Biss es keine Heilung gibt“. Siehe Schabbat 110b, Avoda Sara 27b.
22.
Zusammen mit Likkutej Amarim.
23.
In der Schklov-Ausgabe 5574/1814 wird das Datum mit „fünfter Tag (Do.), 22. Ijar 5574“ angegeben; in der Folge weggelassen.
24.
Ps. 19:13.


Aus dem Hebräischen übersetzt von Levi Sternglanz, Wien. Alle Rechte bei Kehot Publication Society, Wien. Dieses Projekt wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von Fam. Chaim und Carole Rittri, Zürich.
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לעילוי נשמת הרה"ח הרה"ת
ר' יוסף ב"ר זאב הלוי ע"ה וויינבערג
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