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Mittwoch 2. August 2017

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Halachische Zeiten (Smanim)
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Jüdische Geschichte

Die Römer setzten den zweiten Tempel am 9. Aw in Flammen. (siehe dazu mehr in gestrigen Kalendereintrag). Der Tempel brannte die gesamte Nacht bis zum 10. Aw. Deshalb werden einige der Trauerrituale der "Neun Tage" noch bis in die Mittagsstunden des 10. Aws gehalten.

Arabische Terroristen brachten im jüdischen Gemeindezentrum (AMIA) von Buenos Aires, Argentinien, eine Bobe zur Explosion. Dabei wurden 86 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Dies war der schlimmste Angriff auf eine Gemeinde in der Diaspora seit dem Holocaust.

Mehr als 8.500 jüdische Bewohner wurden gewaltsam aus ihren Häusern in 25 Städten und Siedlungen im Gaza-Streifen (inkl. 16 Siedlungen im blühenden "Gush Katif" Gürtel) und dem nördlichen Schomron im Sommer von 2005 von den israelischen Streitkräften auf Grundlage des "Disengegement Plan" vertrieben.

Der Stichtag der israelischen Regierung für die Räumung Gush Katifs war der 10. Aw. Zwei Tage später rückten zehntausende Soldaten und Polizeikräfte an und entfernten gewaltsam die Einwohner von Gush Katif. Die Aktionen wurdem am 17. Aw und im nördlichen Schomron ein Tag später beendet.

Die Armee zog sich aus den geräumten Gebieten am 8. Elul zurück. Zuvor hatten sie hunderte Häuser dem Erdboden gleich gemacht. Begrabene Juden wurden aus allen Friedhöfen nach Israel überführt. Die Synagogen wurden nicht zerstört.

Die israelische Regierung erhoffte sich mit diesen Schritten um eine Verbesserung der Beziehungen mit den palästinensischen Arabern, sie wurden tief enttäuscht! Unmittelbar nach dem Abzug der Soldaten überrandte der arabische Mob die übrig gebliebenden Gebäude und entweihten/schändeten die Synagogen. In den übergebenen Siedlungen gruppierten sich schnell Terroristen und starteten ihren Kampf gegen Israel.

Raketen fielen auf nahe gelegene jüdische Städte im Kerngebiet von Israel und Siedlungen in der Negev Wüste.

Gesetze und Bräuche

In Erinnerung an den Brand des Tempels, welcher bis zum 10. Aw andauerte, setzen wir die Trauer (Enthaltung von Wein, Musik etc. – siehe hierzu auch 1. Aw) der „neun Tage“ bis zum Mittag dieses Tages fort.